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Taro, 8 Jahre, ist in seiner lieben Familie angekommen

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  • Taro, 8 Jahre, ist in seiner lieben Familie angekommen



    Taro ist ein Scheidungshund und lebt zur Zeit noch an einer Kette im Geräteschuppen.

    Er ist unkastriert, komplett geimpft und gechippt.
    Er ist sehr Menschen bezogen.
    Er ist ein ruhiger Hund, allerdings scheint er sich mit Rüden nicht immer so gut zu verstehen.
    Er sollte daher nicht zu Personen, die schon einen Rüden haben.
    Er ist eher klein, ca. 63 cm, hat keine 50 Kilo.

  • #2
    Tagebucheintrag vom 11.11.2015

    Hallo Berner Familie,
    jetzt, glaube ich, bin ich auf dem richtigen Platz gelandet! Hier werde ich zukünftig über "Taros" Entwicklung und seine Erlebnisse bei uns berichten, oder ihn berichten lassen.

    Nun zu "Taro"
    Im Moment haben wir alle Hände voll zu tun, um "Taros" Fell zu pflegen. Es war wirklich in einem schlimmen Zustand. Seine Vorbesitzer hatten sogar versucht ihn optisch aufzuhübschen, indem man verfilzte Stellen, besonders an der weissen Brust, herausgeschnitten hatte. Das hat aber nicht gegen den Schmutz im Fell geholfen. Das Weiss war nur ein gelbliches Weiss und das gesamte Fell war klebrig, stumpf und roch auch nicht besonders gut.
    Zuerst haben wir daran gedacht ihn zu baden, den Gedanken aber sofort wieder verworfen, als wir gemerkt haben, dass Kämmen und Bürsten für ihn eine Wonne sind. Nach zwei Tagen zeigen sich schon die ersten Erfolge, es ist schon viel angenehmer "Taro" anzufassen, zu kraulen und zu streicheln. Wir sind "unerbittlich", wir werden einen schönen Hund aus ihm machen, ob er will oder nicht, er scheint aber zu wollen!

    Heute waren wir bei schönem Herbstwetter im Garten, Laub rechen usw. "Taro" hatten wir an der langen Leine festgemacht, so, dass er uns immer im Blick hatte. Er hat sich einfach nur niedergelegt und die Länge der Leine garnicht ausgetestet. Er hat es offenbar nur genossen, draussen und in unserer Nähe zu sein. Überhaupt schein er lieber draussen zu sein, als in der Wohnung! Weil er es so gewohnt war ??? Das dicke, dichte Fell spricht dafür, dass er auf Kälte eingerichtet ist. Egal, wir werden schon dafür sorgen, dass er sich wohlfühlt, draussen, wie drinnen.
    Bei unseren Spaziergängen - direkt hinter unserem Tor beginnen Feld und Wald - geht "Taro" brav an der Leine, ohne zu ziehen. Nur wenn er mit dem Beschnuppern einer für ihn interessanten Stelle noch nicht fertig ist, ist er um nichts in der Welt zu bewegen, weiter zu laufen. Er hat schon seinen eigenen Willen und kann ein wirklicher Sturkopf sein, aber auch wieder auf eine liebenswerte Art.








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    • #3
      Tagebucheintrag vom 14.11.2015

      Hallo, alle in der Berner Familie,

      hier ist "Tarantino von der alten Hinterburg"!
      Das sagt euch nichts? Na gut, "Taro" reicht auch, so werde ich sowieso im Altag nur gerufen.

      Ich muß euch doch mal erzählen wie es mir in meinem neuen Pflegekörbchen so ergeht. Obwohl, das habe ich eigentlich gar nicht mehr! Es lag zwar ein Decke für mich bereit, aber es hat mich niemand gezwungen, mich darauf niederzulegen. Ich darf mir mein Schlaf- oder Ruheplätzchen immer irgendwo in der Wohnung suchen, wo es mir gerade gefällt. Überhaupt geniesse ich recht viel Freiheiten wie bisher kaum einmal in meinem bisherigen Leben! Nur draussen darf ich noch nicht ohne Leine laufen. Es sieht so aus, als hätte ich es recht gut getroffen. Meine Pflegeeltern sind ganz nett und bemühen sich redlich um meine Zuneigung, Dass war ich bisher in der Form nicht gewöhnt.

      Anfangs habe ich mich immer, wie bisher gewünscht, diskret zurückgezogen und mich irgendwo, ausserhalb des Blickfeldes meiner Pflegeleute, niedergelegt. Da kamen die doch tatsächlich an und haben versucht, mich zu sich zu locken. Das war gar nicht so einfach, denn ich habe sie ja nicht verstanden. Auch bin ich bisher nie so oft mit meinem Namen gerufen worden, so dass ich auch darauf anfangs nur sehr zögerlich reagiert habe. Inzwischen weiß ich aber, was meine Leute meinen und beeile mich, zu gehorchen, v. a., wenn sie meinem Namen noch ein "komm" hinzufügen. Es macht aber auch Spass, zu ihnen zu gehen und mich kraulen und streicheln zu lassen. Inzwischen gehe ich auch schon ohne Aufforderung zu ihnen, wenn ich meine, dass ein bißchen Körpernähe jetzt ganz angebracht wäre.

      Überhaupt, Körpernähe, da werde ich doch tatsächlich mindestens einmal am Tag von meiner Pflegemutti ausgiebig gekämmt und gebürstet, und das tut soooo gut! Da kann ich mich so richtig räkeln und strecken und alle Körperteile so präsentieren, dass Pflegemum auch überall gut dran kommt.
      Anfangs habe ich gedacht, das sei nur ein hier so übliches Ritual, inzwischen habe ich aber festgestellt, dass auch ein Ziel damit verfolgt wird: Mein Fell schon viel schöner geworden ist. Es glänzt schon etwas, ist nicht mehr so verfilzt, juckt nicht mehr und ich habe sogar das Gefühl schlanker geworden zu sein, so viel Unterwolle hat Mum schon herausgebürstet. Mein Brustlatz war so extrem verschmutzt, verfärbt und verfilzt, dass Mum dem mit Seife und Wasser zuleibe rücken musste. Ich glaube, wenn da dann auch noch die geschorenen Stellen wieder nachgewachsen sind, werde ich auf meine alten Tage noch ein richtig hübscher Kerl.

      Bewegung ist angesagt! Mindesten zweimal am Tag muss ich mit meinen Leuten durch Feld und Wald rennen! Ob mir das so unbedingt gefällt, muß ich mir noch überlegen, schließlich bin ich nicht mehr der Jüngste! Wenn wir nach Hause kommen, bin ich immer fix und fertig und muss mich dann sofort zum Schlafen niederlegen. Vielleicht - wenn wir es immer machen - ist es wie Training und ich werde wieder richtig fit. Es ist trotzdem sehr interessant, ich finde jede Menge neue Informationen von anderen Fellnasen am Wegrand. Einige habe ich schon kennen gelernt und, wenn die mich in Ruhe lassen, bin ich auch gaz friedlich, egal ob Jungs oder Mädchen.
      Wenn ich meine Geschäfte erledigen muß, habe ich schon erkannt, dass ich das möglichst hinter dem Tor tun sollte. Zwar hat sich der Boss bisher nicht beschwert, wenn ich mal am Kirschbaum das Bein gehoben habe, aber ich stelle fest, dass er immer sehr zielstrebig zum Tor geht und mir erst dahinter etwas mehr Leine/Bewegungsfreiheit für meine Bedürfnisse gibt.

      Es gibt noch etwas, was ich sehr genieße: Die Bewegungsfreiheit in der Wohnung! Nachts schlafe ich meistens in Mums Zimmer, tagsüber suche ich mir irgendwo ein Ruheplätzchen oder ich bin bei meinem Boss im Büro, solange er sich darin aufhält. Ihm scheint es zu gefallen, wenn ich möglichst oft in seiner Nähe bin und ich profitiere davon, weil er mich immer mal wieder streichelt. An eine Neuerung muß ich mich allerdings noch gewöhnen: Da die Wohnung in dieser Jahreszeit beheizt ist und ich nur die Kälte draussen gewöhnt war, ist es mir eigentlich immer etwas zu warm. Ich suche mir dann die kühlsten Flecken, z. B. im Haustürbereich oder vor dem Kamin, wenn er nicht beheizt ist, auf den Fliesen. Aber diese Temperaturen werde ich mich noch gewöhnen. Schliesslich will ich hier - wenn ich es mir recht überlege - nicht mehr weg! Und ich hoffe, dass meine Leute das auch so sehen.

      So, liebe Fellnasen und deren Freunde, das war's für heute an Neuigkeiten. Es ist ja nichts besonders aufregendes oder spannendes aber ich freue mich, wenn ich euch aus meiner Seniorenresidenz berichten kann. Fotos will mein Boss heute nicht beifügen, er sagt, das tun wir erst wieder, wenn ich der angestrebte Schönling bin, so wie oben angesprochen!

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      • #4
        Tagebucheintrag vom 17.11.2015

        Hallo liebe Berner Freunde,
        wir wollen die Pflegezeit für Taro beenden und ihm ein dauerhaftes Plätzchen anbieten. Das Team haben wir schon informiert und sie gebeten uns Taro auf Dauer zu überlassen.

        Vorab hier die neuesten Infos über Taros Entwicklung bei uns:
        Nachdem Taro nun schon über eine Woche bei uns wohnt und sich auch schon recht gut eingelebt hat, beginnt er jetzt, sich auf sein Selbstbewusstsein zu besinnen. Er stellt Forderungen oder teilt uns seine Wünsche, wenn es sein muss, sehr nachdrücklich und lautstark mit. Das heisst nicht, dass er ein Kläffer ist. Wenn wir zum Halsband und der Leine greifen, bellt er vor Freude. Wenn er raus will oder muß, fiept er, brummelt oder stupst uns an. Er geht wunderbar an der Leine, ohne zu ziehen und geht auch ganz locker "bei Fuß", v. a. wenn wir uns auf dem Heimweg befinden, dann ist er meistens schon recht müde. Auf alle fremden Hunde geht er freundlich zu, wenn sie auch freundlich sind. Nur die Kläffer, meist kleinere Hunde, straft er mit Verachtung!

        Den Garten hat er als sein Revier in Besitz genommen und markiert. Er hat auch schon die Grenzen erkannt und weitgehend akzeptiert. ( Wir gehen die immer wieder mit ihm ab und bremsen ihn - "NEIN" - wenn er sie überschreiten will ). Wenn wir im Garten sind , binden wir ihn mit der langen Leine fest, er hat aber keine Ambitionen die Länge der Leine auszutesten. Er legt sich nieder und beobachtet uns aufmerksam. Wenn wir auf ihn zugehen zeigt er auch gern seinen noch erstaunlich stark vorhandenen Spieltrieb und bringt uns sogar Stöckchen, aber nur 2-3mal, dann verliert er die Lust an solchen "Albernheiten".

        Auch im Haus akzeptiert er die von uns gesetzten Grenzen anstandslos. Anfangs hat er sich gern zurückgezogen, inzwischen möchte er immer in unserer Nähe sein. Nachts wechselt er mehrfach seinen Liegeplatz, dabei meidet er die warmen Flächen (Teppiche) und bevorzugt die kühleren Böden (Parkett oder Fliesen).
        Bei Tisch ist er auch immer dabei, aber ohne zu betteln und ohne Sabberalarm. Er muss halt nur immer in unserer Nähe sein. Erscheint das zu geniessen! Und wir auch!
        Meine Frau hat die Fellpflege zur Chefsache erhoben, und das lässt Taro sich nur zu gern gefallen. Die Erfolge (ohne Wasser, nur mit Kamm und Bürste!) sind auch nicht zu übersehen, das Fell glänzt und fühlt sich seidig an, wie es sich gehört und riecht auch wieder besser. Nur die Brust ist noch nicht so ganz o. k. sie war eben doch zu sehr verschmutzt, das kriegt sie aber noch hin.

        Beim nächsten Mal werde ich versuchen ein Profil von Taro zu zeichnen, so wie er sich uns darstellt und mit den Fakten , wie wir sie kennen.








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        • #5
          Tagebucheintrag vom 26.11.2015

          Hallo alle Berner Freunde,

          Taro geht's gut, sehr gut, obwohl er manchmal noch Ängste und Unsicherheiten erkennen lässt, die er bei uns absolut nicht mehr zu haben braucht. Wir versuchen, wenn wir solche "Unsicherheiten" zu erkennen glauben, ihn zu trösten, ihn stark zu machen oder nur ihn zu beruhigen. Nun, das geht wohl nicht von heut auf morgen, aber wir haben Geduld und viel Zeit. ( Das Rentnerleben hat eben auch Vorteile! )
          Meistens zeigt er uns seine Zufriedenheit und seine Freude, z. B. wenn wir die Leine und das Halsband vom Haken nehmen und er daran erkennt, dass wir jetzt nach draußen zum Spaziergang aufbrechen. Dann springt er schon im Flur meterhoch und zeigt seine Freude auch - nachdem er inzwischen seine Stimme wiederentdeckt hat - lautstark.

          Was wir noch nicht so recht einschätzen können ist sein heftiges und z. T. auch sehr andauerndes Hecheln. Wir vermuten dass er doch noch nicht so ganz "angekommen" ist und das nur ein Ausdruck von Nervosität ist. Eine Erkrankung der Atmungsorgane können wir wohl ausschließen, denn er atmet beim Laufen und auch nach ausgiebigem Auslauf ganz normal und geräuschlos.

          Ganz besonders freut uns, dass er immer besser auf seinen Namen hört und den als "Universalbefehl" anerkennt, denn er ist immer sofort sehr aufmerksam, wenn wir ihn rufen.
          Sein Bedarf an Kuscheln und Schmusen scheint auch immer größer zu werden, oder er hat auch nur die Scheu abgelegt, das einzufordern, jedenfalls kann er manchmal schon unersättlich sein. Und wir haben unsere helle Freude daran, zumal er inzwischen so sauber geworden ist - dank meiner Fraus Aufwand mit Kamm und Bürste - dass wir hinterher nicht mehr unbedingt "duschen" müssen.
          Nur der Brustlatz braucht noch einige Zeit intensiver Pflege. Es ist auch festzustellen, dass die Selbstreinigungskraft der Haare wieder zurückgekehrt ist. (War vermutlich verdorben durch den Einsatz von Waschmitteln)

          Zur allgemeinen Information will ich versuchen Taro im Überblick zu charakterisieren:

          Taro ist ein durch und durch freundlicher Berner Rüde und es ist erstaunlich, dass er sein bisheriges Dasein scheinbar ohne gravierende seelische Schäden überstanden hat. Er lebte mit einem Paar - inzwischen getrennt - dass ihn wohl im Wesentlichen als Statussymbol gehalten hat. Wenn er nicht repräsentieren musste, wurde er in einen Schuppen weggesperrt.

          Taro ist 8 Jahre alt.

          Seine Gesundheit scheint unbeeinträchtigt, zumindest hat er keine äußerlich und offensichtlich erkennbaren Einschränkungen.

          Verhalten: Zu allen Leuten freundlich, zu Kindern gleichgültig, aber nie drohend oder gar aggressiv.

          Verhalten zu anderen Hunden: Freundlich zu Mädchen und Buben, niemals aggressiv, obwohl er z. Z. nur an der Leine geht. Wenn ihn einer "anmacht" straft er den mit Verachtung und
          geht gelassen weiter. Das gilt auch und v. a. für kleine "Kläffer".

          Jagdtrieb: konnten wir noch nicht wirklich testen, scheint aber nicht vorhanden zu sein.

          Leinenführigkeit: Hervorragend, er zieht nie an der Leine, weder an der kurzen noch an der langen. Wenn er müde wird, geht er schulmäßig "bei Fuß".

          Erziehung: Wenn er eine hatte, hat er sie im Moment vergessen. Da ist noch einiges zu verbessern. Wir werden ihn aber nicht überfordern, denn wir brauchen keinen dressierten Hund. Bekanntlich lernen Berner extrem schnell und spielerisch. Und außerdem bemüht Taro sich erkennbar.

          Verhalten in der Wohnung: Wir haben noch kein wirkliches Verhaltensmuster festgestellt, manchmal bemüht er sich in unserer Nähe zu sein, manchmal zieht er sich aber auch diskret zurück. Für seine Ruhephasen bevorzugt er kühle Böden ( Parkett oder Fliesen ) zur Nacht hat er allerdings inzwischen das ungeheizte Zimmer - mit Teppichboden - meiner Frau auserkoren. Das Zimmer liegt allerdings direkt neben unserem Schlafzimmer!!!
          .
          Bei Tisch hält er sich diskret im Hintergrund, er bettelt und sabbert nicht.

          Alleinbleiben: kein wirkliches Problem, zwar jault und fiept er, wie uns berichtet wurde, stellt aber nichts an. Bei unserer Rückkehr begrüßt er uns überschwänglich und mit aufgeregtem Gebell.

          Ernährung: Taro verschmäht das von meiner Frau liebevoll zubereitete Futter, vermutlich ist er das nicht gewohnt und bevorzugt Trockenfutter mit etwas Nassfutter durchsetzt. An seine Zeiten haben wir uns auch gewöhnen müssen, er bevorzugt die Mittagszeit. Er frisst sehr diszipliniert, mehrmals, nicht mehr als er braucht um ernährt zu sein, ohne die Gefahr, an Gewicht zuzulegen. Wir haben ihn zwar noch nicht gewogen, aber er ist wohlgenährt, ohne ein Gramm Fett zu viel.

          Fazit: Taro ist ein traumhafter Hund, der noch etwas Zeit braucht um ganz bei uns anzukommen. Wir werden ihm dabei helfen!!!







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          • #6
            Tagebucheintrag vom 29.12.2015

            Hallo alle Berner Freunde,

            nach langer Zeit ohne ein Lebenszeichen von Taro melden wir uns mal wieder. Es geht uns allen gut und Taro entwickelt sich prächtig! Haus und Hof ohne ihn können wir uns schon gar nicht mehr vorstellen. Er ist hier hervorragend integriert und zeigt nur manchmal - ganz selten - noch Anzeichen von Unsicherheit oder gar Ängsten. Das drückt sich dann in verstärktem Hecheln aus. Manchmal träumt er wohl auch schlecht und wacht dann stark hechelnd auf. Er braucht dann Ansprache und beruhigt sich meistens sehr schnell wieder.
            Ein weiterer detaillierter Bericht folgt.





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            • #7
              Zweiter Tagebucheintrag vom 29.12.2015

              Hallo liebe Berner Freunde,


              es geschieht täglich so viel mit Taro, dass ich gar nicht weiss, wo ich mit meiner Berichterstattung anfangen soll. Meist sind es Kleinigkeiten, die uns Freude bereiten, aber wiederum so unwichtig erscheinen, dass sie kaum erwähnenswert sind.

              Taro ist ein hochintelligenter Vertreter seiner Rasse. Er hat z. B. sehr schnell eine neue Sprache erlernt und erkannte unsere verbal geäußerten Wünsche schon nach sehr kurzer Zeit bei uns. Er ist nun schon mehr als 6 Wochen bei uns und wir haben manchmal den Eindruck, dass er selbst darüber erstaunt ist, wie schön so ein "Hundeleben" doch sein kann. So stellen wir immer wieder mal fest, dass alte Ängste in seiner Erinnerung auftauchen, die er hier nicht mehr zu haben braucht. Z. B. geht er nur nach Aufforderung durch eine Tür, selbst wenn sie weit offen steht. Er ist immer bemüht, uns nicht zur Last zu fallen oder uns in irgendeiner Form zu stören, er sucht aber immer unsere Nähe. Nur abends zieht er sich in sein "Bett" zurück, manchmal nach Aufforderung, manchmal aber auch von selbst, wenn er offensichtlich müde ist. Sein "Bett" ist das Mehrzweckzimmer meiner Frau, wo er sich dann unterm Tisch niederlegt, wie in einer Hütte.
              Taro geniesst aber auch unsere Fürsorge, wie z. B. die Fellpflege. Die Erfolge sind deutlich erkennbar und sogar sein Lätzchen erstrahlt jeden Tag ein ganz klein wenig heller.
              Er hat, so scheint es, erkannt, dass er bei uns zuhause ist und sein Leben in geordneten Bahnen verläuft, solange einer von uns in der Nähe ist.

              Wenn wir raus gehen, sind wir nach ca. 50 m auf freiem Feld. Angeleint ist Taro nur, bis wir an unserem Kindergarten vorbei sind, der an diesem kurzen Stückchen Weg liegt. Danach lassen wir ihn schon seit einiger Zeit frei laufen. Er zeigt keinerlei Jagdtrieb und Rehe, die wir manchmal in Sicht- oder Rufweite erkennen, interessieren ihn nicht mal im Ansatz. Wir vermuten, dass er in seinem "früheren Leben" schon die Erfahrung gemacht hat, dass diese Tiere viel schneller sind als er selbst. Bei seinen freien Ausflügen über Wiesen und Felder ist er aber stets bemüht, uns nicht aus den Augen zu verlieren. Geschieht das trotzdem mal, aus Versehen, weil eine interessante Nachricht am Wegrand ihn gefesselt hat, so genügt ein Pfiff oder ein scharf gerufenes "Taro" und er kommt in höchster Eile zurück.

              Bei unseren Spaziergängen stellen wir fest, wie gut Taro zu uns passt - altersmässig - , denn seine und unsere Kondition sind sehr vergleichbar! Mehr als eine halbe Stunde können wir ihm kaum zumuten und das ist auch uns gerade recht. Er zeigt dann ganz deutlich, dass sein Bewegungsdrang nun gestillt ist, indem er ganz brav "bei Fuß" geht, natürlich immer noch ohne Leine. Andere Hunde, denen er ohnehin immer sehr gelassen begegnet, interessieren ihn dann überhaupt nicht mehr, selbst wenn sie sich - zwei Meter von ihm entfernt - die Seele aus dem Leib bellen. Diese kleinen Touren machen wir ziemlich regelmäßig dreimal am Tag. Auf der Strasse benutzt Taro vorbildlich den Bürgersteig, dort natürlich angeleint!

              Er weiss auch sehr genau, wann es los geht, dann gebärdet er sich wie wild, springt meterhoch und zeigt durch lautes Gebell, wie er sich freut. Wir versuchen schon, uns Schuhe und Mantel heimlich anzuziehen, aber er bemerkt jede ungewöhnliche Bewegung im Haus und ist dann so wild vor Freude, dass ich Mühe habe, ihm das Halsband anzulegen.

              Auch auf unserem Grundstück zeigt Taro keinerlei Ambitionen sich zu entfernen. Die Grenzen, obwohl ohne Zäune, kennt er inzwischen bestens. ( Wir sind sie auch oft genug abgegangen! )

              Taro ist auch sehr kommunikativ, er zeigt z. B. sehr deutlich, wenn er gern etwas in seinem Futternapf hätte oder wenn ihn ein dringendes Bedürfnis plagt und er nach draussen möchte.

              Nächste Woche müssen wir mal zum TA. Sein übermäßiges Hecheln, manchmal auch mit ein wenig Röcheln verbunden, hat uns doch Sorgen bereitet, so dass wir ihn mal vorgestellt haben. Ein Hustensaft, den der TA uns gegeben hat, scheint schon etwas Wirkung zu zeigen, wir wollen aber sicher gehen und werden ihn eingehender untersuchen lassen. Kotprobe ist schon eingeschickt.
              Jetzt wissen wir auch sein Gewicht: 43 kg, m. E. ideal bei seiner Größe ( 63 cm ) und seinem Körperbau.

              Taro ist kein leidenschaftlicher Autofahrer, er sitzt nur aufrecht, hechelt ununterbrochen, auch auf längeren Fahrten und ist dann, nach der Ankunft am Ziel, völlig erschlagen und braucht nur noch Ruhe und Schlaf. Neulich hat er sich nach einer längeren Fahrt sogar übergeben müssen. Andererseits achtet Taro sehr darauf, dass wir ihn nur nicht, evtl, aus Versehen vor einer Abfahrt vergessen könnten.Wenn das Auto offen ist, ist Taro immer der Erste, der einsteigt.

              Aber uns geht's gut und wir sind alle sehr glücklich miteinander!!!

              Liebe Grüße an alle








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              • #8
                Tagebucheintrag vom 13.01.2016

                Hallo alle Berner Freunde,
                die Feiertage und den Jahreswechsel haben wir gut hinter uns gebracht und da dachte ich, dass ich euch eine kleine Nachricht über Taro zukommen lassen sollte.

                Taro ist unser Goldschatz!!! Er hat unser Leben durch seine treue, vertrauensvolle und liebenswerte Art bereichert. Er fühlt sich ganz offenbar bei uns wohl und zeigt uns das auch immer wieder.
                Er demonstriert täglich, dass er außer uns Niemanden braucht. Zwar ist er weder ängstlich noch schüchtern und lässt sich von Fremden berühren und streicheln, wenn sie auf ihn zugehen, von sich aus geht er aber inzwischen weder auf Menschen noch auf andere Hunde zu. Er ist eben ganz auf uns fixiert.

                Unsere Sorge, dass er evtl. eine Lungenerkrankung haben könnte, hat sich als unbegründet erwiesen. Wir haben ihn untersuchen lassen, der TA hat ihm einen Hustensaft verordnet, den er über einige Wochen eingenommen hat und nun ist alles wieder in Ordnung. Das Hecheln war wohl in erster Linie Ausdruck von immer wieder auftretender Nervosität und Unsicherheit. Er war eben doch noch nicht richtig hier angekommen. Wenn es jetzt mal wieder vorkommt, reden wir beruhigend auf ihn ein und er hört dann auch sofort auf zu hecheln. Der Prozess der Eingewöhnung dauert wohl doch länger als ich ursprünglich erwartet hatte, macht aber immer wieder kleine Fortschritte.

                Es gibt auch von kleinen lustigen Begebenheiten zu berichten, z. B.: abends, vor dem Schlafengehen führen wir ihn nochmals nach draußen, damit er sich entleeren kann. Dazu müssen wir ihn allerdings aus dem Schlaf wecken. Was er dann tut, geschieht mehr oder weniger im Halbschlaf. Neulich legte er sich sogar draußen in Schlafstellung auf die Wiese und wollte einfach nur weiterschlafen, ohne seine Geschäfte erledigt zu haben. Ich musste ihn mit Nachdruck dazu bewegen, sich einen Baum zu suchen.

                Taro begleitet uns auch zum Einkaufen. Vor dem Supermarkt machen wir ihn irgendwo, z. B. an einem Fahradständer, fest und erledigen unsere Besorgungen. Taro verliert den Eingang, in dem wir verschwunden sind, während der ganzen Zeit nicht aus den Augen, sitzt bewegungslos in sehr aufmerksamer Haltung da, nimmt die Umwelt scheinbar nicht mehr wahr, reagiert auf Niemanden und wartet, bis wir wieder erscheinen. Dann ist die Freude allerdings riesengroß!
                Wie gesagt, Taro ist einfach wunderbar!

                So, das war's für heute.






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                • #9
                  Tagebucheintrag vom 17.02.2016

                  Taro ist inzwischen vollständig bei uns angekommen! Er ist der absolute Schmusekönig. Aber auch sehr anpassungswillig und gehorsam. Eben ein vollwertiges Familienmitglied.
                  Sein Reich - unseren Garten - hat er absolut in Besitz genommen. Obwohl nicht vollständig eingezäunt, scheint er nicht auf den Gedanken zu kommen, diesen, seinen Besitz, ohne unsere Begleitung verlassen zu wollen. Das macht es für uns natürlich sehr einfach, ihm draussen seine Freiheit zuzugestehen.

                  Wir haben nur ein winzig kleines Problem mit ihm: Er ist sehr zutraulich, zu zutraulich, auch zu Fremden und würde - glaube ich - mit jedem mitgehen, wenn wir ihn denn lassen würden.
                  Wir rätseln noch, ist er einfach nur "treudoof" oder evtl. so selbstbewusst, dass er glaubt, nichts und Niemand könne ihm etwas Böses antun?

                  Taro hat unseren Tagesablauf neu strukturiert. Es ist wunderbar, zu beobachten, wie er sich freut, wenn ein Spaziergang ansteht,( dreimal täglich ) er erkennt das daran, welche Kleidung und Schuhe wir anziehen. Wenn wir z. B. zum Einkauf gehen wollen, rührt er sich nicht von der Stelle und bleibt brav im Haus zurück, bis wir wieder da sind.
                  Er weiss mit Gesten ( Stubsen, fiepen und knurren/grunzen ) seine Wünsche mitzuteilen, z. B. "Futter", "Schmusen", "raus" oder "Tür zum Schlafplatz (Flur)" aufmachen. Wir werden demnächst eine Sprachkurs mit ihm machen!!!
                  Wir würden nie mehr auf ihn verzichten wollen ( so lange es die Natur zulässt! ).





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                  • #10
                    Tagebucheintrag vom 10.08.2016

                    Hallo liebe"Berner Retter",

                    ich habe schon ein schlechtes Gewissen, dass ich so selten über unseren großen Schatz-Taro- berichte.

                    Kurz:
                    Er ist das beste was uns passieren konnte!!!

                    So etwas Liebes, Anhängliches habe ich noch nie kennen gerlernt und ich habe einige Erfahrungen mit Bernern.

                    Taro ist Balsam für unsere Seelen.

                    Aber er geniesst auch das Dasein bei uns und die Zuwendungen, ebenso die Freiheiten, die wir ihm gewähren.

                    Danke und liebe Grüße

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